Dem Konzept moveo·ergo·sum liegt folgender Ansatz zu Grunde: Was Philosophen lange bekannt war, wird heutzutage von moderner Gehirnforschung bestätigt – dass nämlich aus Lern- und Differenzierungsleistungen hervorgegangene Kompetenzen sich nicht durch andere Menschen vermitteln, lehren oder beibringen lassen. Stattdessen sind es die Gesetzmäßigkeiten, die den verschiedenen Materien innewohnen, die „Gefühl, Gestaltungsfreiheit und Kompetenz“ vermitteln (die Schwerkraft vermittelt uns Menschen das Stehen und Gehen – sonst niemand).
Dies bedeutet für alle, die einen Beitrag oder Unterstützung für das Lernprozesse anderer leisten möchten, eine radikale Abkehr von einer „Lehr-, Vermittel- oder Beibring-Identität sowie von allen „Vermittlungs-Strategien“.
Diese Grundannahme/ Philosophie verlangt von allen „Lehrenden“, sich statt einer „Lehr-Kompetenz“ (die es nicht geben kann) eine „Gestaltungskompetenz“ anzueignen; eine Kompetenz, die stets der Frage folgt, wie optimale Lernbedingungen geschaffen werden können.